Depression: 10 Jahre auf derselben Stelle, Boreout identifiziert, Bereicherung der Stelle, Anstellung erhalten

Eine Person, die seit rund zehn Jahren in einem Teilzeitpensum im öffentlichen Dienst arbeitet, wird wegen einer schweren Depression arbeitsunfähig. Sie zeigt ähnliche Symptome wie bei einem Burn-out und Angststörungen. Die eigentliche Ursache wurde noch nicht identifiziert.

Die Situation

Boreout ist weniger bekannt als Burnout. Es handelt sich um eine berufliche Erschöpfung, die durch Langeweile und das Fehlen von stimulierender Arbeit, die den tatsächlichen Kompetenzen entspricht, verursacht wird. Die Person fühlt sich unterfordert, nutzlos, trotz wenig Arbeit zunehmend müde. Sie verliert ihre Motivation und ihr Selbstwertgefühl.

Die Intervention

Aktives Zuhören, zahlreiche und regelmässige Gespräche, Situationseinschätzung. Zusammenarbeit mit dem behandelnden Psychiater. Bestätigung eines Boreouts statt eines Burnouts. Angesichts des erhöhten Bedarfs an Stabilität und Sicherheit aufgrund der Angststörung: Strategie mit dem Ziel, Veränderungen so weit wie möglich zu begrenzen. Vorbereitung des Gesprächs mit Vorgesetzten und HR, Formulierung konkreter Anfragen nach Tätigkeiten, die den Kompetenzen entsprechen. Parallel dazu Entwicklung einer ressourcenstärkenden Nebentätigkeit.

Das Ergebnis

Erhalt der Stelle, angereichert mit neuen Funktionen und Verantwortlichkeiten, die es ermöglichen, die vorhandenen Kompetenzen voll auszuschöpfen. Gleichgewicht zwischen der Haupterwerbstätigkeit und der energiespendenden Nebentätigkeit gefunden.

Diese Situation fällt unter Case Management gekoppelt mit individuellem Coaching für Personen in Arbeitsunfähigkeit oder in Schwierigkeiten. Die A. D. A. P. T. - Methode hat die Analyse und den Ablauf der Intervention strukturiert.

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